Einordnung

Wenn eine Entscheidung um sechs Uhr morgens mehrere
tausend Euro kostet

Der Wecker klingelt früh, oft schon um drei Uhr. Bis die ersten Fahrer losfahren, muss die Tagesplanung stehen: Wer fährt welche Tour, mit welchem Fahrzeug, in welcher Reihenfolge. Diese Entscheidung trifft in vielen Speditionen ein einzelner Disponent, allein und unter Zeitdruck. Ein Stopp zu wenig auf der Tour, eine ungünstige Reihenfolge, ein übersehenes Fahrverbot: Schnell steht der Gewinn der ganzen Tour auf der Kippe.

Gleichzeitig wächst die Zahl der Faktoren, die in diese Entscheidung einfließen müssten. Be- und Entladezeiten, Fahrzeiten in Fußgängerzonen, B2C-Lieferungen mit engen Zeitfenstern außerhalb der normalen Arbeitszeit, LKW-Fahrverbote auf bestimmten Strecken, dazu die tagesaktuelle Lage: Ist ein Fahrer krank, hatte ein Fahrzeug gestern einen Unfall, steht heute Stau auf der geplanten Route. Kein Mensch kann all das in wenigen Minuten gegeneinander abwägen.

Genau hier setzt Tourenoptimierung an, und genau hier trennt sich, was wirklich hilft, von dem, was nur eine weitere Regel im System ist.

Herausforderung

Warum starre Regeln an ihre Grenzen stoßen

Viele Speditionen konfigurieren ihre Disposition heute schon mit heuristischen Regeln, festen Prioritäten, Reihenfolgen und Zuordnungen, die sich bewährt haben. Das schafft eine spürbare Arbeitserleichterung im Alltag.

Das Problem liegt nicht in den Regeln selbst, sondern in ihrer Starrheit. Eine Regel weiß nichts von einem kranken Fahrer heute Morgen oder einem Fahrzeug, das gestern in der Werkstatt stand. Sie kennt keine tagesaktuelle Verkehrslage und passt sich nicht automatisch an, wenn sich die Auftragslage kurzfristig ändert. Jede Ausnahme muss ein Mensch manuell erkennen und von Hand ausgleichen, meist unter genau dem Zeitdruck, der ohnehin schon besteht.

Damit bleibt viel Potenzial ungenutzt. Nicht weil die Disponenten schlecht arbeiten, sondern weil ein starres Regelwerk gar nicht alle Varianten durchrechnen kann, die an einem einzelnen Tag möglich wären.

Der Ansatz

Was eine gute Tourenoptimierung heute leisten muss

Nicht jede Lösung, die mit Algorithmen wirbt, löst das Problem der starren Regeln tatsächlich. Fünf Kriterien machen im Alltag den Unterschied.

Tagesaktuelle Daten statt starrer Regeln

Eine gute Lösung berücksichtigt, was heute wirklich zur Verfügung steht: welcher Fahrer da ist, welches Fahrzeug einsatzbereit ist, wo aktuell gefahren werden kann und wo nicht. Nur so bleibt die Planung auch an Tagen belastbar, an denen etwas von der Normalität abweicht.

Alle Varianten durchrechnen statt Bauchgefühl

Der Vorteil von Algorithmen liegt darin, tatsächlich sämtliche möglichen Tagesplanungen durchzurechnen, auch Kombinationen, auf die ein Mensch unter Zeitdruck nicht kommen würde. Das Ergebnis sollte eine begründete Auswahl an Varianten sein, nicht nur eine einzelne, nicht hinterfragbare Lösung.

Entscheidungshoheit bleibt beim Disponenten

Algorithmen liefern Vorschläge, keine Vorgaben. Der Disponent kennt Kunden, Fahrer und Besonderheiten, die kein System vollständig abbilden kann. Vorschläge sollten sich deshalb jederzeit einsehen, nachvollziehen und bei Bedarf anpassen lassen, bevor eine Tour final bestätigt wird.

Direkte Anbindung an vorhandene Auftragsdaten

Je mehr Systeme über Schnittstellen verbunden werden müssen, desto größer die Fehleranfälligkeit und desto höher der Pflegeaufwand. Läuft die Tourenoptimierung direkt auf den Auftragsdaten im TMS, entfällt dieser zusätzliche Aufwand.

Nachvollziehbare Vorschläge statt Black Box

Ein Vorschlag, dessen Zustandekommen niemand erklären kann, schafft im Tagesgeschäft kein Vertrauen. Disponenten sollten nachvollziehen können, warum eine bestimmte Tourvariante vorgeschlagen wird.

Fazit

Eine verlässliche Grundlage für die Tagesplanung

Eine intelligente Tourenoptimierung, die mit Algorithmen arbeitet, ersetzt keinen erfahrenen Disponenten. Sie nimmt ihm die Rechenarbeit ab, die kein Mensch unter Zeitdruck zuverlässig leisten kann, und legt eine fundierte Grundlage für die Entscheidung.

Die SIRUM Logistics Suite integriert Tourenoptimierung direkt im TMS, auf Basis der ohnehin vorhandenen Auftragsdaten und ohne zusätzliche Schnittstelle. Disponenten erhalten tagesaktuelle Vorschläge, prüfen sie und behalten die Entscheidung in der Hand. Wie das im Detail funktioniert und welche Parameter im Einzelnen einfließen, zeigt unser One Pager zur intelligenten Tourenoptimierung.

Sie möchten Ihre Disposition auf eine
verlässliche und wirtschaftlichere Grundlage stellen?

Über SIRUM

Die SIRUM GmbH mit Sitz in Hamburg entwickelt die SIRUM Logistics Suite, eine webbasierte 360°-Lösung für moderne Logistikprozesse. Transportmanagement, Warehouse Management, Dokumentenmanagement, Flottenmanagement, Buchhaltung und Portale lassen sich modular kombinieren und in einer Private Cloud mit Hosting in Deutschland betreiben. So unterstützt SIRUM mittelständische Logistikunternehmen dabei, zentrale Abläufe wie die Tourenoptimierung digital, sicher und effizient abzubilden.