Einordnung
Mögliche Bedrohungen -
Wenn plötzlich jemand in Ihrem Namen handelt
Es passiert inzwischen fast täglich. Unbefugte registrieren eine Domain, die Ihrer zum Verwechseln ähnlich sieht, treten unter Ihrem Firmennamen auf und nehmen Aufträge an. Mit Ihrem Logo, Ihrem Briefkopf, einer Adresse, die sich nur in einem einzigen Zeichen unterscheidet. Bis das auffällt, ist die Ladung oft schon unterwegs, an einen Ort, den niemand bestellt hat.
Der Moment, in dem es bemerkt wird, ist meist ein Anruf. Ein Kunde fragt nach einer Sendung, von der Sie nichts wissen. Oder ein Fahrer steht an einer Rampe, die nicht in Ihrem System steht. Dann beginnt das Telefonieren, das Suchen, das Erklären gegenüber Kunden und Partnern, die zu Recht wissen wollen, wie das passieren konnte. Der Schaden ist da nicht nur die verlorene Ladung. Es ist das Vertrauen, das über Jahre aufgebaut wurde und in wenigen Stunden ins Wanken gerät.
Das zweite Szenario trifft Sie von innen. Eines Morgens lässt sich kein System mehr öffnen. Aufträge, Dispositionsdaten, Lagerbestände, alles verschlüsselt. Auf dem Bildschirm steht eine Forderung: zahlen Sie, sonst bleiben die Daten gesperrt und landen im Netz. Während draußen die Touren warten, sitzt das Team vor toten Bildschirmen und kann nicht arbeiten. Genau diese Mischung aus Stillstand und Druck ist das Geschäftsmodell der Angreifer.
Beide Fälle haben unterschiedliche Ursachen und brauchen unterschiedliche Antworten.
Vorab eine ehrliche Einordnung: Keine Software verhindert für sich allein, dass jemand Ihren Firmennamen missbraucht. Was sich aber gezielt steuern lässt, sind Ihre Prozesse, die Aufmerksamkeit im Team und die technische Grundlage, auf der Ihr Betrieb läuft. Genau darum geht es in diesem Beitrag